Warum Oboe lernen? Weil kaum ein Instrument so unmittelbar erzählt. Vom sehnsüchtigen Solo aus Dvořáks „Neuer Welt“ bis zum innigen Klang bei Brahms – die Oboe kennt große Gefühle. Sie kann klagen, singen, tanzen und manchmal sogar lachen. Ihre Stimme hebt sich aus dem Orchester hervor und bleibt doch Teil des großen Ganzen. Wer Oboe spielt, übernimmt Verantwortung für einige der schönsten Momente der Orchesterliteratur. Und vielleicht erklingt eines Tages das eigene Solo, bei dem plötzlich der ganze Saal zuhört.
Wissenswertes: Die Oboe gehört zur Familie der Holzblasinstrumente und hat ihre Wurzeln im französischen Barock des 17. Jahrhunderts. Ihr charakteristischer Klang entsteht durch ein kleines Doppelrohrblatt, das beim Spielen in Schwingung versetzt wird. Über ein komplexes System aus Klappen und Bohrungen lässt sich die Tonhöhe präzise verändern. Mit ihrem durchdringenden, obertonreichen Klang wurde sie schon früh zum wichtigen Orientierungspunkt im Orchester – traditionell gibt sie bis heute den Kammerton a vor. Ein kleines Instrument also, mit erstaunlich großer Stimme.